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Inseln der Lügen

Ein Wikingerroman über Flucht und Verrat, Liebe und Zugehörigkeit und der Suche nach dem Sinn des Lebens

Krieg, Flucht - eine neue Heimat?

Norwegen im Jahre 858. Der Krieg erreicht Trøndelag. Der junge Ari Trondvarsson und einigen wenigen Überlebenden, darunter seine Geliebte Lífa, gelingt die Flucht. Sie folgen dem Ruf eines Mannes namens Grímur Kamban und begleiten ihn gemeinsam mit weiteren Flüchtigen aus allen Teilen Norwegens zu den msysteriösen Schafsinseln, wo ihnen ein friedliches Leben versprochen wird.

Doch die Behaglichkeit trügt. Nichts ist wie es scheint. Ari wird bald mit einigen anderen jungen Männern nach Schottland geschickt, um dort den Handel aufzunehmen, ohne den es auf den abgeschiedenen Schafsinseln kaum möglich zu leben ist. Das Schicksal allerdings hält etwas anderes für sie bereit. Plötzlich geraten sie in einen Angriff und Ari und seine Männer werden von Pikten gefangen genommen. Ari begreift bald, dass sie in etwas geraten sind, das viel größer ist als die Mission, auf die sie geschickt wurden. Seine eigene Rolle, in dem Spiel, in das er geraten ist, wird auf einmal von größter Bedeutung. Mit einem Mal hat er Einfluss auf Ereignisse, die über die Reichseinigung Schottlands entscheiden. Ari stößt auf Intrigen, versteckte Bündnisse und seinen Bruder, der inzwischen im Wikingerheer gegen die Pikten und Skoten kämpft. Ari muss sich entscheiden, auf welcher Seite er kämpft und wem er seine Treue schwört. Darüber hinaus steht das Leben seiner Kindheitsfreunde auf dem Spiel und seine Liebe zu Lífa wird auf die Probe gestellt. Auf den Schafsinseln ereignet sich derweil ein böses Schicksal.

Ari ist gefangen zwischen Pflichtbewusstsein, Liebe, und der alles bedeutenden Suche nach dem rechten Glauben und der Wahrheit…

Prolog

Bis Walhalla sagten sie uns. 

Ich weiß es noch. 

Bis Walhalla. 

Dafür sollten wir kämpfen. Dafür sollten wir sterben. Dort, so hieß es, beginne das wahre Leben. Süßer Met aus goldenen Bechern, lange Tafeln aus Zedernholz, Frauen, schöner als ein sterblicher Geist je zu träumen vermag.

Wir glaubten ihnen.

Der Tod Baldrs war der schlimmste aller Tode...man erzählte ihn uns oft. Der reinste unter den Göttern. Gefallen nicht durch Stahl, nicht im Kampf, sondern durch List und Lüge. Loki. Ein Zweig war es, so unscheinbar, dass niemand ihn fürchtete. Man sagte uns, Baldr starb so, damit niemand anderes je so sterben müsste. Damit wir würdig fielen, mit der Waffe in der Hand und dem Blick gen Himmel, von wo die Walküren herabreiten und uns zu Odins Hallen geleiten würden.

Asgards Tore stünden offen für jene, die mutig waren. Mit diesem Glauben warfen wir uns in die Schlacht. Den Speeren und Äxten entgegen, in den Geruch nasser Erde und Bluts auf der Haut, in das Zittern unserer Hände, das wir Mut nannten. Wir töteten, denn man sagte, es gefiel den Göttern. Wir fühlten uns bereit, zu sterben. Viele starben. Sie fielen neben uns, vor uns, in unseren Armen. Ihre Augen suchten noch etwas, als das Leben sie verließ - etwas, das wir ihnen nicht geben konnten. Sie starben einer nach dem anderen. Und niemand fragte, warum. 

Bis Walhalla flüsterten sie. Wir wiederholten es wie ein Gebet, das wir nie verstanden hatten. Sie sprachen von Ehre, von Ruhm. Davon, dass Namen ewig leben konnten. Dafür sollten wir kämpfen. Doch sage mir, welche Ehre liegt darin, zu töten? Manchmal, wenn das Eisen schwer in meiner Hand lag, meinte ich den Geschmack von süßem Met zu spüren. Doch es war nur Blut.

Wir sollten kämpfen. Kämpfen für Land, kämpfen für Wohlstand, kämpfen für Ruhm und Ewigkeit - für Namen, die länger leben sollten als wir selbst. Wir kämpften mit Eisen, doch das, was uns zerbrach, war unsichtbar. Die Ewigkeit verbirgt sich nicht hinter Schilden, benetzt nicht die Spitzen der Schwerter.

Bis Walhalla sagten sie uns. Und wir glaubten ihnen. Wir schmeckten das Salz des Meeres, das Blut auf unseren Lippen und hielten es für den Anfang der Ewigkeit. Doch ich habe niemanden getroffen, der aus Asgard zurückgekehrt war, um von dort zu berichten. 

Bis Walhalla sagten sie uns. Und wir glaubten ihnen.

Irgendwann begann ich zu begreifen. Ich begann zu verstehen, was der eigentliche Kampf war. Irgendwann fragte ich mich, wofür wir wirklich lebten und starben...

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